Enabler

Lehrgang für Leadership

Organisatorische Veränderung von innen heraus ermöglichen.

Enabler agiler Zusammenarbeit

Die Zukunft ist da, und sie ist komplex. Die Tragfähigkeit klassischer Führung stösst an ihre Grenzen. Betriebe jeder Grösse und aller Branchen suchen nach Wegen zu ihrer eigenen Agilität.

Budget-gesteuerte, auf Effizienz, Compliance und Rentabilität hin optimierte Strukturen haben uns weit gebracht. Eine neue Zeit ist angebrochen, in der Lernfähigkeit, Reaktionsbereitschaft und Gestaltungskraft gewinnen.

Wir benötigen Enabler, die diesen Weg im Unternehmen finden.

Lehrgang aus der Praxis

Dieses Curriculum entstand aus der langjährigen Praxis unserer Unterstützung unterschiedlicher Betriebe auf dem Weg zu organisatorischer Agilität. Der Lehrgang ist ein gemeinsames Produkt von coach und coach und Sfera.

Im Mittelpunkt entsteht die Entwicklung einer neuen Perspektive und Haltung als Führungsperson im vielschichtigen Kontext moderner Wissensarbeit. Sie werden wirkungsvoll untermauert von einer Vielzahl an Werkzeugen, Praktiken und Modellen, die neue Führung handhabbar machen.

Handwerkszeug neuer Führung

Der Enabler-Lehrgang stützt sich auf vier methodische Werkzeugkästen, die in Kombination eine umfassende Grundlage für die Wahrnehmung der Enabler-Rolle gewährleisten.

  • Sociocracy 3.0 für kollektive Leadership und Intelligenz
  • Kanban für Arbeitsfluss und organisatorische Vernetzung
  • The Responsibility Process für Mitverantwortung und Engagement
  • Lösungsfokussiertes Coaching für zielgerichtete Begleitung 

Unsere Lebenswelten sind geprägt von rasender Innovation und disruptiver Veränderung. Sind wir genügend darauf vorbereitet?

Bereit für morgen heute

«Gelernt ist gelernt» … und bald auch veraltet. Firmen überdauern nicht mehr Generationen, Berufsbilder wandeln sich laufend.

Auch die Methoden, diesem Wandel zu begegnen befinden sich, nun, im steten Wandel. Wir stellen eine bewährte Auswahl praktischer Ansätze für gute Arbeit zusammen.

In der Enabler-Ausbildung entwickeln die Teilnehmenden ihre Bereitschaft, Fähigkeiten und Werkzeuge, um in dieser neuen Welt Führung auf dem Pfad der Veränderung zu übernehmen.

Lernen ist Arbeit

Referate und Lernstoff sind nur ein Teil des Lernprozesses. Wir orientieren uns am Konzept des umgedrehten Klassenzimmers und Training From the Back of the Room: Tragfähig wird das Gelernte erst durch die Anknüpfung, Verarbeitung und den Transfer in die eigene Erlebenswelt.

Alle vier Elemente sind fester Bestandteil jeder Lerneinheit und legen sich auch über den Lehrgang als ganzen. 

Das wirkliche Lernen im Alltag

Die Zeit zwischen den Kursen ist entscheidend: Im beruflichen und auch im privaten Alltag kommen neue Einflüsse zum Tragen. Sie müssen sich bewähren und verteidigen, sie sind Feedback ausgesetzt.

Die Wochen zwischen den Kursen begleiten wir daher durch wöchentliche einstündige Vertiefungssitzungen, die remote über Zoom stattfinden. Sie ermöglichen es der Gruppe, Erlebnisse und Beobachtungen zu reflektieren. Ergänzende Themen oder Fragen können eingebracht und die Wirksamkeit dadurch verstärkt werden.

Der Kursrahmen

Die Kurse selbst finden vor Ort im persönlichen Rahmen statt. Das Sicherheitskonzept richtet sich nach den geltenden Bestimmungen. Die Vertiefungssitzungen werden remote über Zoom durchgeführt.

  • Zwölf Teilnehmende
  • Sechs Monate
  • 14 Kurstage in sieben zweitägigen Kursen
  • 18 Vertiefungssitzungen
  • Zwei Kursleiter

Enabler im Dutzend

Der Enabler-Kurs wurde für Führungsteams konzipiert. Eine inhaltliche Verbundenheit stellte sich in unserer ersten Erfahrung als wertvoll heraus. Eine Teilnehmerzahl von zwölf dient als Richtgrösse und erweist sich für die vielfältige Rekombination unterschiedlicher Gruppen als ideal.

Der Kurs funktioniert aufbauend und profitiert vom Entstehen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die innere und äussere Bereitschaft, an allen Kursen sowie an einer Mehrzahl der Vertiefungssitzungen teilzunehmen, ist daher für alle Teilnehmenden unabdingbar.

Ein halbes Jahr in die Zukunft

Der Kurs erstreckt sich ungefähr über ein halbes Jahr. Die sechs Kurstermine werden im Voraus in ungefähr monatlichem Abstand festgelegt.

Die Termine der Vertiefungssitzungen werden nach Vereinbarung im ersten Kurs regelmässig wiederkehrend angelegt.

Sieben Kurse

Der Enabler Lehrgang gliedert sich in sieben zweitägige Kurse. Diese bauen aufeinandder auf und können nicht einzeln gebucht oder umarrangiert werden. Jeder der Kurse bietet umfangreiche Gelegenheit, auf die spezifischen Fragen und Bedürfnisse der Teilnehmer:innen einzugehen.

Zwischen den Kursen treffen die Teilnehmer:innen sich zu wöchentlichen Vertiefungssitzungen über Videokonferenz. Diese unterstützen das lernen, den Transfer in die Praxis sowie die Vernetzung und Verbindung der Gruppe.

Enabler Lehrgang im Überblick

Kurs 1: Gemeinsam arbeiten

Führung und Entscheidungsfindung für Selbstorganisation

Die Kultur jeder Organisation wird wesentlich dadurch geprägt, wie in ihr Entscheidungen getroffen werden. Wenn es Enablern gelingt, Betroffenen gleichwertig in den Prozess einzubeziehen, entsteht Raum für echtes Engagement und breite Mitverantwortung.

Inhalte
  • Soziokratischer Konsent
  • Verantwortung und Verantwortlichkeit
  • Führung als Coaching
  • Lernzonenmodell
  • Gewohnheiten entwickeln
Lernziele
  • Den eigenen Lernpfad durch den Lehrgang gestalten
  • Wissen, was Enabler:innen ausmacht
  • Komplexität in Organisationen einordnen
  • Vorschläge in einer Gruppe erarbeiten, um die die Gruppe zu festigen
  • Enabler:innen können Blockaden in Gruppenentscheidungen lösen

Kurs 2: Arbeit als Enabler:in

Aufgaben und Tätigkeiten verstehen

Transparenz bedeutet, auf der Grundlage übereinstimmender Informationen zusammenzuarbeiten. Durch die kooperative Klärung von Erwartungen und Verantwortlichkeit auf allen Ebenen erreichen wir eine bewusste und dynamische Steuerung von Einflussnahme im Sinne der Organisation. Die Enabler lernen aus der Haltung von Verantwortung heraus Arbeit ohne Illusion zu planen. 

Inhalte
  • Arbeitsfluss skizzieren
  • Iteration in kleinen Schritten
  • Konflikt
  • Clean Language
  • GROW-Modell
  • The Responsibility Process
Lernziele
  • Eine Coaching-Sitzung halten
  • Arbeitsabläufe gemeinsam beschreiben
  • Lernphasen unterscheiden
  • Aufgabenfelder beschreiben
  • Gegenseitige Beratung in Gruppen
  • Verantwortung als Prozess verstehen
  • Gemeinsame Zukunftsperspektiven formulieren

Kurs 3: Veränderungsprozesse gestalten

Vorgehensweisen für eine nachhaltig Wirksame Organisationsentwicklung

Die Kultur jeder Organisation wird wesentlich dadurch geprägt, wie in ihr Entscheidungen getroffen werden. Wenn es Enablern gelingt, Betroffenen gleichwertig in den Prozess einzubeziehen, entsteht Raum für echtes Engagement und breite Mitverantwortung.

Inhalte
  • Stärke und Kontrolle
  • Beratung und Coaching
  • Psychologische Sicherheit
  • Core-Protokolle
  • Engagement-Matrix
  • Stakeholder-Mapping
  • Retrospektiven
Lernziele
  • Einen Auftrag effektiv klären
  • Praktische Unterscheidung zwischen Coaching und Beratung 
  • Teams und Einzelpersonen in ihrer Weiterentwicklung unterstützen
  • Aufbau eines Repertoirs von Retrospektiven-Techniken
  • Stakeholder in Veränderungen einbinden
  • Aus Erfahrung systematisch lernen

Kurs 4: Arbeitsfluss steuern

Wie Teams ihre Arbeit effektiv managen

Signale und Reize erzeugen Spannung. Spannung kann Bewegung oder Stillstand bewirken. Ein Arbeitssystem muss in den Fluss kommen, um Wert zu schöpfen. Arbeitsfluss, Wartezeiten und ähnliches kann gemessen werden, so dass Prioritäten auf die grösstmögliche Wertschöpfung des Systems zielsicher gesetzt werden. 

Inhalte
  • Kanban
Lernziele
  • Verstehen, warum Pull-Systeme effektiver arbeiten
  • Ein Change-Modell anwenden
  • Engpässe einer Wertschöpfungskette bezeichnen
  • Nutzung von Metriken, um Veränderungen zu ermöglichen
  • Einschätzen von Veränderungspotenzialen
  • Spannungen als Signale nutzen, auf die ein System reagieren kann

Kurs 5: Organisation vernetzen

Klare Beziehungen zwischen Teams

Lokale Optimierung nützt nicht dem Gesamtsystem. Abgegrenzte Einflussbereiche können agil interagieren, weil sie dynamisch miteinander verknüpft sind. So erzeugen wir Klarheit und helfen, auf den verschiedenen Ebenen Transparenz und Überblick zu behalten, so dass durch Entscheidungen am richtigen Ort die Wertschöpfung des Gesamtsystems gesteigert werden kann.

Inhalte
  • Kanban-Meetings
  • Effizienz
  • Flight-Levels
  • Sociocracy 3.0
  • Soziale Systeme
  • Dispositional Loops
  • Coaching-Praxis
Lernziele
  • Unterscheidung von Team-Agilität und Unternehmens-Agilität
  • Organisationsentwicklung über agile Teams hinaus verstehen
  • Identifikation der Quellen der Arbeit und von Anforderungen ihres Unternehmens
  • Nutzung fachübergreifender Meetings, um Organisations-Flow zu ermöglichen
  • Systeme und ihre Grenzen verstehen

Kurs 6: Macht regeln

Organisationsstruktur weiterentwickeln

Mithilfe der Systemtheorie lernen wir eine neue Perspektive auf Organisationen kennen. Wir schärfen die Begriffe Interaktion und Struktur, und sehen uns darüber hinaus Rollen (-modelle), Status (-spiele) Framing und Reframing an. Dieses Wissen hilft uns die Organisationsstrukturen gezielt und nachhaltig zu entwickeln.

Inhalte
  • Wirkung und Sinn
  • Framing und Kontexte
  • Organisatorische Entwicklung
  • Future Perfect Coaching
  • Stimme und Aussprache
  • Status und Beziehungsstatus
  • Ideen verkaufen
Lernziele
  • Die Grundlagen der Systemtheorie in Bezug auf organisatorische Veränderung verstehen
  • Nutzung von Rollen und Kreisen
  • Bewusstsein des inneren und äusseren Status stärken 
  • Status gezielt einsetzen
  • Nutzung von Framing-Techniken zur positiven Veränderung

Kurs 7: Die eigene Enabler-Methode

Eine neue Welt

Im Open-Space-Format formulieren die Teilnehmenden ihre Enabler-Methode. Sie konsolidiert das Gelernte, manifestiert den derzeitigen Stand des Irrtums und bildet damit ein Fundament für die weitere Entwicklung.

Inhalte
  • Formulieren einer Methode
  • Rahmen für weitere Entwicklung
  • OpenSpace Zusammenarbeit
Lernziele

Die Kursgruppe verlässt den gemeinsamen Raum im Besitz einer eigenen neuenen Methode als Startpunkt ihrer Arbeit und Zusammenarbeit als Enabler:innen von Agilität, Selbstorganisation und guter Arbeit.